Geschichte Schreinerei Lindauer


Abschrift Wasserleitungsbrief

1552: Bereits Lindauer am heutigen Standort

Urkundliche Erwähnung, wonach ein Lienhard Lindauer in einem Wasserleitungsbrief das Wasserrecht für dessen Liegenschaft an der Klösterlistrasse besitzt. (Foto einer Abschrift aus dem 18. Jh.)


Portrait Josef Maria Lindauer-Römer

1882-1956: Josef Maria Lindauer-Römer

Als Schreinermeister fertigte Josef Maria Lindauer, nebst klassischen Schreinerarbeiten, Dörrapparate in Holz. Nebenbei betrieb er einen kleinen Steinbruch. Und er produzierte bereits Schlitten. Ob er damit der erste Lindauer war, ist nicht bekannt.


Portrait Josef Franz Lindauer-Kälin

1912-1997: Josef Franz (Sebi) Lindauer-Kälin

Sebi Lindauer (genannt auch Ski-Lindauer) führte als Schreinermeister den Betrieb seines Vaters weiter. Nebst Möbeln und Särgen baute auch er Schlitten. Zusätzlich begann er Skis und Skibobs zu produzieren und stellte dazu Personal ein. Seine Frau Silvia betrieb im Dorf ein Sportgeschäft, wo auch die Eigenfabrikate verkauft wurden. Auch in seiner Freizeit war für Sebi der Wintersport Trumpf. Als Skifahrer, Langläufer und Biathlet nahm er erfolgreich an nationalen Wettkämpfen teil. So gewann er beispielsweise regelmässig den Pragellauf. 1936 nahm er gar an den Olympischen Winterspielen in Garmisch-Partenkirchen teil.


Portrait Jo Lindauer

1970: Jo Lindauer beginnt im Familienbetrieb

Auch Jo tritt in die Fussstapfen seiner Vorfahren und erlernt auswärts den Schreinerberuf. Jo kehrt 1970 zum Familienbetrieb zurück und beginnt 1973 mit der Optimierung des Skibobs. Im Jahre 1977 wurde der Walliser Martin Albrecht mit einem Lindauer-Skibob Weltmeister.

Jos Vater Josef baut noch mit 80 Jahren weiter Schlitten, bis er 1992 aufhört und Jo nun alleine weitermacht. Mit Jos kreativem Erfindergeist werden die Schlitten stetig optimiert. Ab 1996 kommen erstmals Kunststoffgleitflächen an den Schlittenkufen zum Einsatz - eine Innovation und ein grosser Erfolg. Die neuen Gleitflächen überzeugen und machen den Lindauer-Schlitten überregional bekannt. Der Verkauf erfolgt noch heute im Werkstattladen.


Lindauer-Rodel aus den Anfängen

2006: Erster Rodel wird verkauft

Jo Lindauer beginnt mit der Entwicklung der eigenen Lindauer-Rodel, welche ab 2006 in den Verkauf gelangen.


Detail eines Zumbach-Rodels

2008: Zumbach Rodel

Seit 2008 fertigt die Schreinerei Jo Lindauer den Rennrodel Zumbach in Lizenz.


Viola Lindauer bei der Arbeit

2005: Viola Lindauer startet Schreinerlehre

Jos Tochter Viola interessiert sich schon als kleines Kind für das Schaffen ihres Vaters und wächst quasi in der Schreinerei auf. So ist auch für Viola der Weg vorbestimmt. 2006 beginnt sie die Ausbildung als Schreinerin im Familienbetrieb, welche sie 2010 erfolgreich abschliesst. Seither arbeiten Jo und Viola als Team.

In der Freizeit legt Viola ganze Autos auseinander, lackiert eine neue Farbe, um dann - frisch getunt - alles wieder zusammenzubauen. 2012 drehte "Auto.Ricardo" mit Viola eine Tuning-Serie. Sehen Sie hier das Portrait dazu.